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Blasmusik trifft auf Rock

130 Musiker erfüllten den Traum ihres Dirigenten Markus Göpper und gaben am Samstag beim "Rock am Rhin" Songs legendärer Rockbands zum Besten.

Von Gerd Baumer - Kehler Zeitung

Kehl. Voller Enthusiasmus und Leidenschaft gingen der Dirigent und die Musiker am Samstagabend beim Rockkonzert "Rock am Rhin" zu Werke. Das Konzert, welches im Rheinvorland geplant war, musste allerdings witterungsbedingt in die Stadthalle Kehl verlegt werden.

130 Musiker warten gespannt auf den Einsatz ihres Dirigenten Markus Göpper.
Fotos: Gerd Baumer

Dirk Schoch, ein Trompeter der Stadtkapelle Kehl, führte als Moderator der drei Musikkapellen aus Oberachern, Oberschopfheim und Kehl elegant und professionell durch das mit vielen Höhepunkten gespickte Programm. Nicht unerwähnt ließ er die Wetterkapriolen, indem er bei "Imagine" von John Lennon in das Stück einführte mit den Worten: „Stellen Sie sich vor: Ein warmer Sommerabend im Rheinvorland und Sie mit einem Aperol Spritz oder einem Bier in der Hand“ zu diesem Kulttitel – ein Traum.

Kein freier Platz mehr

In der komplett gefüllten Stadthalle begann das mehr als zweistündige Konzert des Rockprojektorchesters mit dem lockeren und beschwingten Einstiegssong „Sirius/Eye in the Sky“ der Rockband Alan Parsons Project. Eigens anlässlich der Verleihung der Stadtrechte Kehls vor 250 Jahren hat Dirigent Markus Göpper diese Formation von drei Blasmusik-Orchestern aus der Ortenau zusammengestellt, die sich auf typische Rockkompositionen konzentrieren. Mit allen drei Einzelorchestern hatte Markus Göpper seit April dieses Jahres die Stücke berühmter Rockbands eingeübt. Mit lediglich drei gemeinsamen Proben in Oberachern, Oberschopfheim und Auenheim wagte er sich schließlich zusammen mit seinen 130 Musikern an diesen Auftritt.
Dirk Schoch versprach bei seiner Einleitung Rocktitel aus allen Zeiten und kündigte den Zuhörern große Freude und einen großen Musikmoment an. Bereits im zweiten Stück begleitete Thomas Einlod als Sänger das Triple-Orchester zum Titel „Don´t answer me“. Direkt im Anschluss folgte das bereits zitierte Stück „Imagine“ von John Lennon, das Einlod, der Sänger bei der Pop-Rock-Band "Jams City" ist,
stimmungsvoll zum Besten gab.
„Smoke On the Water“ von Deep Purple lies die Halle vibrieren und zeigte zugleich, wie gekonnt die Synthese von Rockstücken arrangiert von Blasmusikorchestern gelingen kann. Das Stück „Another Brick in the Wall“ von Pink Turtle brachte den Swing und Jazzanleihen in das Rockkonzert. Alan Parsons „A turn of a friendly Card“ leitete über zum Stück aus dem Jahr 1993 „Jigue“, welches von beeindruckenden
Saxophon- und Gitarrensolos dominiert wurde. Carlos Santanas Werk „Europa“ von 1976 wurde von Schoch mit dem Wunsch nach Frieden in diesen aufgewühlten
Kriegszeiten begleitet und leitet die Zuhörer damit eindrucksvoll in die Pause über.
Der zweite Teil des emotionalen Rockkonzertes startete mit dem Höhepunkt aus einer Rockoper von Queen, dem Musicalstück „Imnuendo“ aus dem Jahr 1991, furios und leitete direkt über zum nächsten Stück von einer weiteren Rockgröße Phil Collins „Against all Odds“, welches vom Sänger Thomas Einlod authentisch begleitet wurde.
In Anspielung auf das am Vortag verlorene Viertelfinale kündigte Dirk Schoch das Stück „Spain“ an. Al Parsons Stücke „Old and Wise“ sowie Dauerbrenner „Lucifer“ wurden danach eindrucksvoll interpretiert.
Zum Ende des Konzerts wurden der Hit von Stevie Wonder „Don´t you worry“ und das Schlussstück „In the Stone“ von Earth, Wind & Fire vorgetragen.
Stehende Ovationen der begeisterten Zuhörer in der proppenvollen Kehler Stadthalle begleiteten Markus Göppers 130-köpfige Musikerfamilie zu den beiden Musikstücken der Bands Daft Punk und van Halen als Zugabe. Der Tenor vieler Zuhörer lautete am Schluss: „Ein wirklich gut gelungenes Rockkonzert."

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