Jahreskonzert 2018

Publikum möchte am liebsten tanzen

Stadtkapelle Hanauer Musikverein steckt in der Stadthalle mit begeisterndem Spiel an

Ein Konzert, das alle Erwartungen an die Musiker erfüllte, hat die Stadtkapelle Hanauer Musikverein am Samstagabend in der nahezu ausgebuchten Stadthalle gegeben.

Quelle : Kehler Zeitung   Autor und Fotos: Klaus Elff
Elisabeth Baumert führte mit umfangreichen Informationen über den Komponisten und sein jeweiliges Werk durch das Programm des Jahreskonzerts der Stadtkapelle Hanauer Musikverein am Samstagabend in der Stadthalle. Das von Dirigent Markus Göpper für den Abend zusammengestellte Programm hatte es in sich und forderte alles Können der Musiker. Entsprechend dankbar und heftig war der Beifall der vollen Halle.

Begonnen hatte der Abend mit der Vorstellung des Nachwuchses. Dirigentin Jennifer Geiger leitete unaufgeregt und sicher eine kleine, aber hörenswerte Gruppe von jungen Musikern mit einem schönen Angebot von Musikstücken durch ihr Programm. Der Beifall dafür war dankbar, herzlich und verdient.

Als dann die »Großen« auf die Bühne und in Aktion traten, erklang der satte Ton einer ausgeglichenen Kapelle gleich bei dem ersten Stück, »A Huntingdon Celebration« von Philip Sparke. Dirigent Markus Göpper hatte seine Musiker auf den Punkt fit gemacht, seinen präzisen Handbewegungen folgten sie ebenso präzise. Ein wahrer Hörgenuss für Blasmusikfans, nicht nur für Freunde der »Hanauer«.

So erlebten die Zuhörer den Stierkampf bei dem Paso doble »La Lira de Pozuelo« von Luis Serrano Alarcón oder den argentinischen Tange Tango bei »Olivion« von Astor Piazzolla. Mit herrlicher Marschmusik, »Crown Imperial« von William Walton, beendeten sie den ersten Teil des Programms.

Mit »Eric Clapton on Stage«, einem Medley der Kompositionen des weltbekannten Gitarristen Eric Clapton von Paul Murtha, starteten die Musiker um Markus Göpper in den zweiten Teil ihres Programms und zeigten, dass Claptons Musik, auch von Blasmusikern gespielt, erstaunlich jung geblieben ist.

 
»The Seventh Night Of July«, einer musikalischen Aufbereitung der Geschichte zum japanischen Sternenfest von Itaru Sakai, eine wahnsinnig schwere Komposition mit vielen Soli, meisterte die Stadtkapelle ebenso bravourös wie die weiteren Programmteile, »Anything Goes« von Cole Porter, »Spain« von Chick Corea, »Mas que nada« von Jorge Ben oder den »Boogie Express« von Manfred Schneider. Begeisterter Beifall der Zuhörer, von denen viel Zurückhaltung gefordert wurde, um nicht beim Tango, beim Samba oder gar beim Boogie von Sitzen zu hüpfen und den Rhythmus mitzutanzen oder zu klatschen. Letzteres taten allerdings alle so heftig, dass Zugaben gegeben werden mussten.

Mit dem wohl bekanntesten Marsch, dem »Florentiner Marsch« von Julius Fucik, wollten die »Hanauer« nach der Musik zu »Alice im Wunderland« Schluss machen – ging aber nicht, der Beifall forderte mehr, und so gab es den Boogie noch einmal, dann war aber wirklich Ende eines sehr langen, aber mehr als unterhaltsamen Abends.

Quelle : Kehler Zeitung
Autor: Klaus Elff

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