Jahreskonzert 2018

Stadtkapelle war in Hochform

Das Jahreskonzert in der gut besuchten Stadthalle ließ keine Wünsche offen


Bericht : Stefan Müller       Fotos: Erwin Lang

Stadtkapelle beim Jahreskonzert 2019Das Jahreskonzert der Stadtkapelle Hanauer Musikverein Kehl am Sa, 26.01.2019 war ein voller Erfolg. Die Stadthalle war bis auf wenige Plätze sehr gut besucht. Das musikalisch breit angelegte Programm erfuhr viel Zuspruch bei den Konzertbesuchern. Besonders erfreulich, dass sich darunter auch einige Gäste aus Straßburg befanden.


Für die MusikerInnen um Dirgent Markus Göpper machte sich die wochenlange Probenarbeit bezahlt. Markus Göpper hat die Stücke für das Konzert mit Bedacht und mit großer musikalischer Bandbreite ausgesucht. An vielen Reaktionen und Rückmeldungen konnt man ablesen, dass er damit den Nerv des Publikums in diesem Jahr besonders gut getroffen hat.

Zu Beginn gehörte die Bühne dem Jugendorchester der Stadtkapelle unter der Leitung von Jennifer Geiger. Die Jungs und Mädchen im Alter zw. 11 und 19 Jahren bewiesen Ihr Talent mit einem Medley aus Disney Filmmusiken und dem Chartbreaker „Take on me“ der Popgruppe AHA. Jennifer Geiger hatte die JungmusikerInnen gut vorbereitet. Das abgerundete Klangbild ließ erkennen, das auch die Jüngsten bereits gut in die Kapelle integriert sind.
Für die Förderung des Musikernachwuchses wird bei der Stadtkapelle viel getan. So besteht neuerdings eine Kooperation mit dem Einstein-Gymnasium zur Förderung des Musikunterrichts und um Kinder und Jugendliche anzuregen, ein Musikinstrument zu erlernen. Lesen Sie hierzu mehr unter : Schule trifft Verein

Spieltechnik und Dynamik gefordert

Bereits mit dem ersten Stück „Main Street Celebration“ bewies die Stadtkapelle große Spielfreude. Das heitere, dynamische Werk von Steven Reineke passte gut als Einstieg für das Orchester und die Zuhörer.
Unverkennbar die Handschrift des weltbekannten Filmkomponisten John Williams in „Four Symphonic Themes“. In diesem Stück verarbeitete er Themen aus den Filmen Star Wars, Jurassic Park oder Indiana Jones. Hieraus konnte man schon erahnen welche Herausforderungen hinsichtlich Spieltechnik und Dynamik an die Musikerinnen gestellt wurden. Sowohl die gefälligen piano- Stellen als auch die wuchtigen Fortissimi interpretierte das Orchester fabelhaft und brachte damit das Stück zur Freude der Zuhörer voll zur Geltung.

Vor dem geistigen Auge des Publikums vollzog sich alsdann das beeindruckende Naturschauspiel des Naturparks Hohe Tauern in Österreich. Der zeitgenössische, österreichische Komponist Otto M. Schwarz schuf mit seinem Werk “Homeland“ eine Homage an diese bezaubernde Landschaft. Die Stadtkapelle inszenierte die gewaltigen Berggipfel sowie Flora und Fauna inlusive Vogelgezwitscher (Jean-Yves Ihle) und Regenschauer musikalisch überaus anschaulich. Monia Hochfeld (Klarinette) setzte hierbei einen besonders feinen Akzent mit Ihrer Solokadenz.

Mit „Royal Salute“, einem Konzertmarsch von Philip Sparke im englischen, imperialistischen Stil sowie dem Marsch „Folies Bergère“ von Paul Linke („Berliner Luft“) fand der erste Teil des Konzerts einen gefälligen Ausklang.

Welthits

Nachdem die Konzertbesucher bei Imbiss und Umtrunk gestärkt aus der Pause gekommen waren, ließen die Hanauer keinen Zweifel daran, dass es munter weitergehen würde. Was folgte war ein rasant lockerer und effektvoller Querschnitt durch berühmte Boardway Melodien „Breezing down Broadway“. Auch hier hatten die MusikerInnen jederzeit alles im Griff.
Danach erweiterte sich der musikalische Rahmen in Richtung Popmusik. Die Stadkapelle legte Welthits der Band Toto - „Toto in Concert“ und The Police, „Every little thing she does is Magic“, auf. Das Orchester bewegte sich hier sicher auf traditionell gewohntem Terrain. Dies wirkte sich merklich auf die Zuhörer aus, von denen viele mehr oder weniger heimlich mitsangen, mitsummten und mitwippten.A. Liebe - Santana
Einen weiterer Glanzpunkt setzte jedoch Alexander Liebe an der E-Gitarre mit „Europa“, einem der Welthits von Carlos Santana. Sehr gefühlvoll, virtuos und ganz im Santana-Stil versetzte der Solist das Publikum ins Schwärmen.

Doch es kam noch ein weiterer Höhepunkt des Abends. Hintermalt mit Videosequenzen aus dem Kinofilm zeichneten Markus Göpper und sein Orchester die Größe des Gorilla-Riesen und die Dramatik der Geschehnisse mit „King Kong Soundtrack Highlights“ eindrucksvoll nach. Dieses Werk forderte das ganze technische und dynamische Können der MusikerInnen. Herausragend hierbei das besonders schön und warmherzig vorgetragene Solo der Oboistin Michaela Kirste. Am Schluss des Stückes waren im positiven Sinne nicht nur die Zuschauer sondern auch die hervorragende Rhythmusgruppe der Hanauer - Max Engelmann, Jean-Yves Ihle, Luka Sehnke, Jannik Stähle und Marc Leopold platt. Wofür das Orchester einen extra Applaus einheimste.

Leicht, locker und fröhlich endete das Konzert dann mit „Sparks of Fire“. Die Hanauer durften allerdings nicht eher von der Bühne bis sie noch, genötigt vom lang anhaltenden Applaus des Publikums, drei Zugaben drangehängt hatten.
So setzte die Stadtkapelle Hanauer Musikverein Kehl ein weiteres Highlight im Kulturprogramm der Stadt.


Für alle Interessierten und Musikliebhaber gibt es während des Kehler Messdi sowie beim Open Air Sommerkonzert im Rosengarten weitere Möglichkeiten das Orchester zu hören.

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