Jahreskonzert 2018

Sommerkonzert 2018Im Rahmen des »Kehler Kultursommers« hat die Stadtkapelle Hanauer Musikverein am Samstagabend einmal mehr ein abwechslungsreiches Konzert auf der Kehler Seebühne geboten.

Quelle : Kehler Zeitung v. 29.07.2018, Autorin : Karin Bürk
Foto :
Stadtkapelle Hanauer Musikverein Kehl e.V.


Kleine Tradition

Bereits seit 2000 begeistert die Stadtkapelle Hanauer Musikverein regelmäßig ihr Publikum beim »Kultursommer«. Nur ein einziges Mal musste in all den Jahren auf die Stadthalle ausgewichen werden.

Trotz des unsicheren Wetters hatten zahlreiche Besucher den Weg in den Rosengarten gefunden, wo sie es sich, mit ihren mitgebrachten Sitzkissen oder Klappstühlen, auf dem Rasen bequem machten. 

Tango und mehr

Charmant begrüßte die 17-jährige Samantha Duc, die durch das Programm führte, die Zuschauer. Eröffnet wurde das Konzert mit dem »Einzugsmarsch« aus der Operette »Der Zigeunerbaron«, gefolgt von Mozarts »Zauberflöte«. Dass ein Marsch nicht zwingend »militärisch« daherkommen muss, bewies das Stück »The Free Lance March«, bevor es musikalisch nach Argentinien ging. Hier ist der Tango zu Hause. Piazolla vermischte 1984 Tango und Jazzelemente und setzte sich seinerzeit damit vielen Anfeindungen und Bedrohungen traditionalistischer Tangoisten aus. Diese schwermütige Stimmung kam hier durch Marie-Christine Krieger an der Querflöte wunderbar zum Ausdruck.

Im weiteren Verlauf konnten sich die Zuhörer an Medleys von Eric Clapton und Bryan Adams erfreuen. Doch auch vor Hollywood machte die Blaskapelle nicht Halt und stellte mit »Mission Impossible«, Al Jarreaus »Boogie Down«, oder »Isn’t she lovely«, der Soul-Legende Stevie Wonder wieder mal ihr breites Spektrum unter Beweis. 

Glänzende Solisten

Immer wieder glänzten die Solisten an ihren Instrumenten, wie beispielsweise Emily und Enya Arbogast (Altsaxophon und Trompete), Jörg Merbitz (Altsaxophon), Karlheinz Fimeyer (Trompete), Esther Leblond (Queflöte), Peter Pund (Saxophon) und Bernhard Beiser (Flügelhorn).

Neue Deutsche Welle

Nach gut eineinhalb Stunden ging das Konzert mit einem 80er-Jahre-Medley aus der Zeit der »Neuen Deutschen Welle“ zu Ende. Die Zuhörer waren begeistert und mit zwei »Marsch«-Zugaben kehrten Markus Göpper und sein Orchester musikalisch am Ende wieder zum Beginn des Abends zurück.  Eine bunte musikalische Mischung für ein ebenso buntes Publikum jeglichen Alters, das schon seit Jahren seinen Weg in die malerische Kulisse des Kehler Altrheins findet, ging zu Ende.